Digitale Wirksamkeit im Wandel

Case-Studie DigiVil Kompass(3)

Von analogen Prozessen zu intelligenten Lösungen für Mensch und Organisation

Ausgangssituation – Der Startpunkt einer digitalen Transformation

Eine gemeinwohlorientierte Organisation stand vor der Herausforderung, ihre Strukturen und Abläufe in die digitale Zukunft zu führen. Über Jahre hinweg war vieles manuell erledigt worden und basierte auf einer Office-Anwendung, die zunehmend komplexer wurde und zentrale Verwaltungs-, Steuerungs- und Reporting-Aufgaben bündelte. Diese Lösung war zwar funktional, jedoch längst an ihre Grenzen gestoßen. Das Ziel war klar: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) sollten nicht um ihrer selbst willen eingesetzt werden, sondern gezielt dazu beitragen, die Wirksamkeit der Organisation zu erhöhen – für Teilnehmende, Mitarbeitende und Netzwerkpartner gleichermaßen. Die Vision war ebenso klar: eine Organisation, die digitale Kompetenz und menschliche Nähe verbindet, um Menschen auf ihrem Weg in eine neue berufliche Zukunft noch besser zu begleiten.

Das Problem wird sichtbar

Mit zunehmender Komplexität traten die digitalen Engpässe immer deutlicher zutage: Daten wurden sowohl analog als auch digital erfasst und gepflegt, Prozesse liefen doppelt und die interne Kommunikation war sehr aufwendig. Auch die Mitarbeitenden spürten die Grenzen, beispielsweise beim Matching von Teilnehmenden und Kursen, bei administrativen Tätigkeiten oder in der individuellen Beratung. Zudem stand die Frage im Raum: Wie kann KI helfen, diese Aufgaben zu erleichtern, ohne den sozialen Auftrag zu gefährden? Die Organisation wollte Klarheit darüber gewinnen, wie sie Digitalisierung und KI verantwortungsvoll und wirksam kombinieren kann.

Der Wendepunkt

Im Sommer 2025 fiel der Startschuss für eine systematische Digitalisierungsinitiative. Gemeinsam mit Digital Excellence wurde eine Workshopreihe ins Leben gerufen, die Wissen, Beteiligung und Strategie miteinander verband. Im Kick-off-Workshop wurden die drei Kernprozesse analysiert und erste KI-Anwendungsfelder identifiziert.

Anschließend diente der „Digital Readiness Check 2.0” als Instrument, um den digitalen Reifegrad zu messen und Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen. Mithilfe des „Digital Excellence Navigators®” entstand ein gemeinsames Verständnis der drei Wertedisziplinen:

  • Individuelle Förderung und Mitgestaltung (Customer Excellence),
  • Wirksame Angebote und Zukunftsrelevanz (Product Excellence) sowie
  • Verlässliche Abläufe und Ressourcenschonung (Operational Excellence).

Diese Übersetzung in die eigene Sprache war der Schlüssel: Sie machte sichtbar, wo die Organisation heute stark ist – und wo sie digital wachsen kann.

Impuls aus Digital-Karte

Chatbots können niederschwellige, jederzeit verfügbare Unterstützung bieten – z. B. bei häufig gestellten Fragen zu Förderungen, Kursangeboten oder Bewerbungsunterlagen. Sie ermöglichen barrierearme Kommunikation und stärken die Selbstständigkeit der Klienten, ohne Beratungskapazitäten zu überlasten. So werden sie zu einem Werkzeug, das Menschlichkeit und Technologie miteinander verbindet – ein Beispiel dafür, wie KI den sozialen Auftrag einer Organisation unterstützen kann, statt ihn zu ersetzen.

Die Lösung: Klarheit, Struktur und Wirkung

Schritt für Schritt entstand ein digitales Zukunftsbild. Die Workshops führten zu konkreten Handlungsfeldern und priorisierten Projekten, die sowohl Effizienz als auch Menschlichkeit fördern. Im Mittelpunkt stehen drei Entwicklungsrichtungen:

  • Prozesse und Datenflüsse professionalisieren – Aufbau einer zentralen Datenbank und digitaler Plattformen.
  • Empowerment digital unterstützen – durch KI-basierte Tools, die Teilnehmende individuell begleiten.
  • Transparente Förderlogik schaffen – durch KI-gestützte Auswertungen, Wirkungsprognosen und Ressourcensteuerung.

Zum ersten Mal konnte die Organisation ihre digitale Landschaft als Ganzes betrachten – und gezielt dort ansetzen, wo Digitalisierung den größten sozialen Mehrwert schafft.

Das Ergebnis

Die Initiative veränderte nicht nur Prozesse, sondern das Selbstverständnis der Organisation. Digitalisierung wird heute als Enabler verstanden – nicht als Gegensatz zum menschlichen Auftrag, sondern als dessen Verstärker.
Die Ergebnisse sind greifbar: klarere Strukturen, gezieltere Kommunikation, bessere Datennutzung und eine spürbare Entlastung der Mitarbeitenden.

Gleichzeitig entsteht eine neue Kultur der Lernbereitschaft: Trainerinnen und Trainer entwickeln ihre digitalen Kompetenzen weiter und gestalten den Wandel aktiv mit.

Kurz gesagt: Aus einer analogen Bildungsorganisation wurde der Ausgangspunkt für eine intelligent vernetzten Organisation geschaffen, digital, verantwortungsvoll und wirksam im Sinne der Menschen, die sie begleitet.

Digital Excellence GmbH:
Berater: Peter Marschalek

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